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30 Jahre Binding Waldpreis Was hat der Preis bewirkt?
Binding Waldpreis 2016: Stufige Waldstruktur mit artenreicher Naturverjüngung als Resultat suffizienter Waldpflege im Wald von Basadingen-Schlattingen.

Die Bürgergemeinde Basadingen-Schlattingen TG erhielt im Juni 2016 den letzten Binding Waldpreis. Die Sophie und Karl Binding Stiftung hat entschieden, den renommierten Preis nach 30 Jahren nicht mehr weiterzuführen. Eine Evaluation zeigt, dass die mit dem Preis verfolgten Ziele weitestgehend erreicht worden sind und attestiert dem Preis eine massgebliche Wirkung in der Forstbranche.

Der Stiftungsrat der Sophie und Karl Binding Stiftung hat beschlossen, dass der dreissigste Binding Waldpreis zugleich der letzte Binding Waldpreis ist. Wie eine umfassende Evaluation zeigt, hat die Stiftung mit ihrem Binding Waldpreis schweizweit sehr viel erreicht. Diese Studie stützt sich auf vier Elemente: eine Analyse der vorhandenen Literatur, eine Online-Umfrage bei 120 repräsentativ ausgewählten Waldfachleuten, Leitfadeninterviews mit Fachexperten sowie eine Fokusgruppe mit den Personen, die den Waldpreis umsetzten. Das Ziel der Evaluation bestand darin herauszufinden, ob die mit dem Binding Waldpreis verfolgten Ziele erreicht wurden, welche Wirkung die Waldpreise hatten und zu klären, ob und inwiefern ein Wissenstransfer stattgefunden hat.

Mehrheitlich positive Evaluationsergebnisse
Dr. Andreas Bernasconi von der Pan Bern AG untersuchte mit seinem Team die Wirkungen des Binding Waldpreises ab 1999. Wesentliche Ergebnisse seiner Evaluation sind:
Von den mit Binding Waldpreis-Geldern durchgeführten Projekten hatten rund 80 Prozent eine Vorbildwirkung auf andere Betriebe. 72 Prozent waren neu und innovationswirksam. Über 80 Prozent hatten eine regionale oder nationale Ausstrahlung. Weniger als 20 Prozent hatten lediglich eine rein lokale Bedeutung.
Innerhalb der Waldbranche hat der Preis einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Mehr als drei Viertel der befragten Waldfachleute gaben in der Online-Umfrage an, den Preis sehr gut bis eher gut zu kennen und viele kannten die Projekte der Preisträger. Bei Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus dem Waldbereich und der lokalen Bevölkerung des Preisträgers wird die Bekanntheit ebenfalls hoch eingeschätzt. Über 60 Prozent erachteten die Wirkung des Preises auf die Waldbranche als eher gross bis sehr gross.
Als unbefriedigend wurde die Erreichung der breiten Öffentlichkeit und insbesondere der Politik eingestuft. Während die Medienpräsenz mit einer Gesamtauflage von über einer Million Exemplaren pro Jahr, in denen Berichte über den Preis erschienen, respektabel erschien, hatte nach Meinung der befragten Fachleute der Preis auf die Wald- und Forstpolitik im weiteren Sinne beschränkte Auswirkungen.
Der Waldpreis leistete einen wichtigen Beitrag zum Wissenstransfer in der Branche. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass sie von den Erkenntnissen und Erfahrungen der Preisträger einen direkten Nutzen ziehen konnten. Trotzdem wünschten viele, eine zusätzliche Verstärkung des Wissenstransfers mittels niederschwelliger Angebote wie etwa Kongresse oder Fachexkursionen in andere Forstbetriebe.

Binding Waldpreis hat sein übergeordnetes Ziel erfüllt
Insgesamt zeigt die Evaluation: Die mit dem Binding Waldpreis verfolgten Ziele konnten weitgehend erreicht werden. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung von vorbildlich gestalteten Projekten im Schweizer Wald geleistet, wie auch zur Verbreitung von Wissen innerhalb der Branche. Aus der Sicht der Sophie und Karl Binding Stiftung ist damit das übergeordnete Ziel des Waldpreises erfüllt. Mit dem Binding Waldpreis ist es gelungen, anhand konkreter Beispiele zu zeigen, was langfristiges und nachhaltiges Wirtschaften bedeutet und diese Erfahrungen in Fachkreisen zu verbreiten.

Kurzfassung des Evaluationsberichts
Eine Kurzfassung des Evaluationsberichts können Sie hier herunterladen: (PDF 431 KB)