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Geplante oder realisierte Projekte Binding Waldpreis 2011
Kloster Einsiedeln

Hauptprojekt: Das Kloster als Selbstversorger im Energiebereich
Im Kloster Einsiedeln drängen sich im Energiebereich allmählich verschiedene Massnahmen auf: die beiden Heizkessel und das Verteilernetz im ganzen Klosterkomplex sind in die Jahre gekommen. Deshalb liess das Kloster einen Masterplan Energie und Wasser entwickeln.

Ziel des Masterplans ist es, den Energieverbrauch vollständig mit eigenen Ressourcen abzudecken: Holz aus dem eigenen Wald, Erdwärme, Sonnenenergie, wobei das Holz das entscheidende Standbein bildet. Kernstück des Projektes ist die Produktion von eigenem Strom: ein Teil des Holzes soll nicht mehr einfach verbrannt, sondern vergast werden, und mit diesem Gas soll dann Strom erzeugt und die Abwärme zum Heizen genutzt werden. So wird ein höherer Wirkungsgrad erreicht. Das dazu benötigte Holz soll mit einer Neuordnung der Energieflüsse „eingespart“ werden: in den Gebäudeteilen, die weit von der Heizzentrale entfernt sind, werden Heizwärme, Warmwasser und Dampf dezentral mit Strom erzeugt, damit die grossen Verluste auf den langen Verteilleitungen vermieden werden können. Für die Beheizung der Räume wird mit Hilfe von Wärmepumpen zusätzlich Erdwärme eingesetzt. Das ganze Projekt ist modular aufgebaut und lässt sich schrittweise umsetzen.

Nebenprojekt: Auerhuhn – Lebensraum-Verbesserungen und Populationsdynamik

Das Verbreitungsgebiet des Auerhuhns im Kanton Schwyz ist gut bekannt, ebenso die ungefähre Anzahl Vögel. Nach wie vor unbekannt sind jedoch der Fortpflanzungserfolg und die Sterblichkeit bei den Altvögeln.

Ziele des Projekts sind
a) Populationsdynamik-Parameter (Sterblichkeit adulter Vögel und Fortpflanzungsrate) beim Auerhuhn möglichst genau zu schätzen und
b) Die Wirkung der bislang im Kanton umgesetzten Massnahmen, in auf die Waldstruktur, sowie auch auf die Nutzung der aufgewerteten Flächen durch das Auerhuhn, zu messen und mit derjenigen in anderen Gebieten zu vergleichen.

Zur Schätzung von Populationsdynamik-Parametern wird in den Wäldern des Klosters Einsiedeln im Spätwinter Kot gesammelt, und daraus Erbsubstanz (DNS) extrahiert. Damit wird die genetische Struktur der Population charakterisiert. Diese Daten erlauben es, die Sterblichkeit von Adultvögeln sowie Fortpflanzungsraten zu schätzen. Zur Messung der Wirkung forstlicher Eingriffe wird der Aufbau der Waldbestände vor und einige Jahre nach den Eingriffen verglichen.

Das Projekt wird eine Schätzung von Sterblichkeit und Fortpflanzungsrate beim Auerhuhn ermöglichen. Für die Praxis der Auerhuhn-Förderung wird das Projekt zeigen, wie sich verschiedene forstliche Massnahmen auf unterschiedlichen Standorten auf die Waldstruktur und auf die Raumnutzung des Auerhuhns auswirken.