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Geplante oder realisierte Projekte Binding Waldpreis 2012
FBG Am Blauen

Projekt: Machbarkeitsstudie Wärmeversorgung Mariastein mit Holzheizwerk
Die Klosteranlage „Mariastein“ wird zurzeit mit einer ca. 30-jährigen Öl-Heizung, mit einem Jahresverbrauch von rund 120 000 Liter Heizöl pro Jahr, beheizt. Seit zwei Jahren finden zwischen Teilnehmern der FBG Am Blauen und den Kloster-Verantwortlichen Gespräche bezüglich einer Ersatzlösung mit einer Holzschnitzelheizung statt. Mit dem Binding Waldpreis wird es möglich, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Der Verein Interessengemeinschaft Holzenergie- Nordwestschweiz (IG HE-NWS) wird mit der Erstellung beauftragt. Mit der Machbarkeitsstudie soll dargelegt werden, wie das Ziel der FBG Am Blauen, als Standbein den Holzenergie-Absatz langfristig zu sichern respektive auszubauen, erreicht werden kann. Für das Kloster sind die Vorteile einer modernen Holzschnitzelheizung aufzuzeigen, insbesondere die Belieferung durch einen öffentlichen, lokalen und zuverlässigen Partner.

Mariastein ist zudem seit Urzeiten ein Kraftort und seit Jahrhunderten ein wichtiger Wallfahrtsort in der Schweiz. Vor diesem Hintergrund stellt es eine Herausforderung dar, einen Standort für eine Wärmezentrale zu evaluieren, bei dem die Lieferlogistik die Pilger nicht behindert, sowie eine Leitungslegung zu konzipieren, die sowohl wirtschaftlich ist als auch auf die historischen Gegebenheiten Rücksicht nimmt. Die Machbarkeitsstudie soll modular aufgebaut werden und in enger Abstimmung mit einer Begleitgruppe, die aus Vertretern des Klosters, der FBG Am Blauen, der Standortgemeinde und des Kreisförsters zusammengesetzt ist, ausgearbeitet werden. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Planern der IG HE-NWS und der Begleitgruppe soll die Chancen für eine Realisierung erhöhen und gleichzeitig dazu beitragen, die Planungskosten zu minimieren.

Projekt: Leistungsvereinbarungen
Die FBG Am Blauen hat, wie viele andere Forstbetriebe, ein sehr breites Leistungsspektrum. Nebst Marktleistungen produziert sie auch vielfältige „öffentliche Güter“. Ein für die Bevölkerung attraktiver Wald ist für die Einwohnergemeinden zunehmend ein wichtiger Standortfaktor. Die Erholungsnutzung des Waldes führt oft zu Mehraufwand und Minderertrag bei der Holzproduktion. Wer bezahlt diese Leistungen? Welche sind erwünscht, welche ist der Forstbetrieb in der Lage und bereit zu erbringen? Die finanziellen Ergebnisse des Betriebes hängen in starkem Masse davon ab, ob die gemeinwirtschaftlichen Leistungen kostenlos erbracht werden oder ob eine Finanzierung durch die Nutzniesser gefunden werden kann.

Die Bürger- und die Einwohnergemeinde Ettingen haben auf der Basis eines Erholungskonzeptes und eines detaillierten, auch die Kosten benennenden „Leistungskataloges Wald“ bereits eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Damit besteht nun eine verlässliche Regelung über die Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringer und Nutzniesser. Die FBG beabsichtigt, das Beispiel Ettingen aufzunehmen und massgeschneiderte Leistungsvereinbarungen zwischen Forstbetrieb und den einzelnen Standortgemeinden zu erarbeiten. Die Leistungsvereinbarung liegt im Interesse beider Partner: Sie garantiert dem Forstbetrieb auf mehrere Jahre hinaus ein klar definiertes jährliches Auftragsvolumen, der Einwohnergemeinde sichert sie die nachhaltige Erbringung der gewünschten Leistungen.

Kommunikations- und weitere Projekte
• Begegnungsort – Forstmuseum: Planung eines Blockhauses und Erstellung mit eigener Forstequipe, das als kleines Zentrum für Lehrlingsausbildung, Öffentlichkeitsarbeit, aber auch für Schulklassen der Reviergemeinden dienen soll.
• Eichenförderung an Waldrändern: Entlang der 40 km Waldränder sollen in Zukunft nicht nur standortgerechte Strauchvegetation erhalten, sondern gruppenweise Eichenpflanzungen vorgenommen werden.
• Umsetzung von GIS-Grundlagen: Internetgestützte Applikationen von digitalen Plangrundlagen sollen in Verbindung mit Datenbanken interkantonal zur Anwendung kommen.
• Verwertung von Landschaftspflegeholz: Die energetische Verwertung des bei der Pflege von Gehölzen, Hecken, Einzelbäumen und Gärten anfallenden Holzes soll gemeindeübergreifend koordiniert werden.
• Einführung von „Forst Admin“: damit soll die Verwaltung rationalisiert werden.