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Geplante oder realisierte Projekte Binding Waldpreis 2013
Forst Goms

1. Thematisches Projekt:

1.1 "Ausschöpfen des Nutzungspotenzials"

Das Ziel des Projektes ist, abzuklären, wie das Holz-Nutzungspotential in den nicht prioritären Schutzwäldern ausgeschöpft werden kann. Das Projekt besteht aus zwei Teilprojekten:
Potenzialstudie 1. Teil: Grundlagenerfassung, Potential Energieholz
Potenzialstudie 2. Teil: Verfeinerung Aufnahmen, Potential übrige Holzsortimente, Erarbeitung Tool für betriebliche Planung

Der erste, bereits realisierte Teil der Potentialstudie Energieholz grenzte das Potential an Energieholz ein, das abzüglich ökonomischer, ökologischer und gesellschaftlicher Einschränkungen genutzt werden kann. Die Studie zeigte auf, dass in den Wäldern von Forst Goms ein nachhaltiges Potential von rund 5600 Kubikmetern Energieholz pro Jahr besteht, das zu Kosten von bis maximal 8 Rappen pro kWh mobilisiert werden kann. Eine Zusammenfassung dieser Studie findet sich in der Festschrift (PDF 3563 KB). Im zweiten Teil sollen die Aufnahmen verfeinert, das Potential auf alle Sortimente ausgeweitet und ein betriebliches Hilfsmittel mit Aufwand- und Ertragsberechnungen pro Fläche erarbeitet werden.

1.2 „Energiepark Z’Brigg“
Für das Projekt wurde eine Vorstudie in Auftrag gegeben, gemeinsam mit dem Verein „Energieregion Goms“. In diesem Energiepark soll u.a. bei der Kläranlage Niederernen Biogas produziert werden. Abgeklärt wird auch die Trocknung von Holz und die Produktion von Pellets. Beteiligt sind die Energieregion Goms, die Gemeinde Ernen, die ARA Goms, Forst Goms sowie der Kanton Wallis. Als zentrales Element der Vorstudie soll abgeschätzt werden, wie viel Energieholz Forst Goms für einen wirtschaftlichen Betrieb einer Pelletsanlage benötigen würde und wie die Abwärme allenfalls alternativ genutzt werden könnte (z.B. für die Trocknung von Holzschnitzeln).

2. Kommunikationsprojekte
Bei den Kommunikationsprojekten ist einerseits die Wirkungsanalyse und Dokumentation der Weiserflächen im Bawald Ritzingen geplant, andererseits die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Schutzwaldpflege.
Im ersten Teilprojekt zu den Weiserflächen sind folgende Schritte vorgesehen:
Aktualisierung der Dokumentation (inkl. Einsatz neuer Möglichkeiten wie dem Global Positioning System GPS)
Durchführung einer Wirkungsanalyse auf den Weiserflächen
Durchführung einer Wirkungsanalyse und Erstellung einer Entwicklungsprognose für die Verjüngung auf den Weiserflächen
Festlegung von Etappenzielen und Massnahmen
Erarbeitung von Empfehlungen zur Dokumentation und zur Wirkungsanalyse von Weiserflächen

Für die Sensibilisierung der Bevölkerung sind verschiedene Angebote vorgesehen, so Waldrundgänge im Ritzinger Bawald, ein Schwerpunkt zur Projektumsetzung in der nächsten Nummer der Informationsschrift „Das Blatt“, Medienarbeit, Vorträge in Schulen oder Auftritte an Ausstellungen wie an der Sonderschau der Forstmesse 2013.

3. Übrige Projekte
Einführung einer Datenmanagement-Software: Der Dokumentenfluss, die Freigabe von Rechnungen, die (rechtskonforme) Ablage der Dokumente und weitere Arbeitsschritte im Forstbetrieb sollen mittels einer professionellen Datenmanagement-Software unterstützt werden. Der Betrieb wird damit besser organisiert und die Arbeitsabläufe werden effizienter. Die Archivierung kann und soll auch sämtliche Dokumente in Zusammenhang mit der Waldbewirtschaftung umfassen. Welche Software angeschafft werden soll, ist noch Gegenstand von Abklärungen.
Wald-Weideregelungen im Goms: Bisher existiert keine Erfassung der Beweidung der Wälder im Goms. In verschiedenen Fällen existieren Einträge im Grundbuch, in denen die Beweidung geregelt ist. Nicht überall ist jedoch die Beweidung rechtlich klar geregelt. So gibt es immer wieder Diskussionen zwischen Forst Goms als Waldbewirtschafter und den ansässigen Landwirten. In diesem Teilprojekt sollen nun nach einheitlichen Kriterien Waldweiden ausgeschieden, an anderen Orten die Beweidung verboten werden. Ziel muss es sein, zusammen mit den Landwirten die bestmöglichen Lösungen zu erarbeiten. Wenn eine beweidete Fläche nicht mehr beweidet werden soll, wird nach Möglichkeit eine Alternative aufgezeigt. Hier soll in einem zweiten Schritt versucht werden, durch konkrete Massnahmen die ökologische Vielfalt zu erhöhen, sowie die Weideflächen aufzuwerten.
Bilderdatenbank: Mit einer Bilderdatenbank soll eine systematische Erfassung qualitativ hochstehender Bilder möglich werden, die auch für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden können.